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Miteinander statt Anonymität “Haus Am Sandkamp” ermöglicht ein Altern in Würde
Persönliche Betreuung, ein gepflegt gemütliches Ambiente, qualifizierte Kräfte, die die Gäste des Hauses rund um die Uhr betreuen: Auf das “Miteinander” kommt es Gudrun Wlochinsky und ihrem Team an. Die Leiterin des Seniorenheimes “Haus Am Sandkamp” in Timmaspe bei Nortorf möchte ein Altern in Ruhe ermöglichen - und expandiert nach eineinhalb Jahren: Weitere vier Plätze in der obersten Etage werden in Kürze hergerichtet. Insgesamt gibt es im “etwas anderen” Seniorendomizil, das vom Interieur eher an ein Hotel erinnert, dann 21 PLätze.
“Unser Konzept hat sich bewährt - die Senioren sind hier zuhause und fühlen sich auch sichtlich wohl”, blickt Gudrun Wlochinsky auf die vergangenen eineinhalb Jahre zurück. Als “Visionäre auf dem Boden des Machbaren” baute sie die Senioren- und Pflegepension mit ihrem Mann Heinz auf. Denn 17 Jahre Tätigkeit in der Altenpflege hatten ihr die Zustände offenbart, die sie eben gerade nicht wollte - gestresste Pflegekräfte, Vereinzelung, Anonymität. Mit einem eleganten und trotzdem heimeligen Ambiente schuf Gudrun eine Seniorenpension mit “familiärer Anbindung”. Die älteren Menschen sollen soweit wie möglich am Leben im Haus und draußen teilnehmen, schildert Gudrun Wlochinsky als das wichtigste Ziel. Dazu gehören bestimmte Freizeitaktivitäten, aber auch der liebevolle Ton im Umgang im Haus. “Wir singen und lachen gemeinsam, machen Ausflüge wie im vergangenen Jahr z.B. nach Husum zur Krokusblüte oder mit dem Raddampfer auf der Schlei entlang, wir unternehmen Spaziergänge, es gibt Singabende. Der Alltag wird gemeinsam gelebt, es werden gemeinsam Waffeln gebacken oder der eine oder andere kommt mit zum Einkaufen.”
Erfolge sind sichtbar und erfreulich: Anna Brux, mit 95 Jahren die Älteste im Hause, kam beispielsweise recht hinfällig nach Timmaspe - nach einem Schlaganfall. Sie erholte sich im vergangenen Jahr deutlich - bis hin zum (freiwilligen) Kartoffelschälen in der Küche. Überhaupt spielt das Essen eine wichtige Rolle: Hauswirtschafterin Silke Frank spricht häufig mit den Gästen der Pension ab, was auf dem Teller landen soll. “Unsere Senioren mögens`s deftig, häufig steht Hausmannskost auf der Wunschliste”, schmunzelt die Haus-Leiterin.
In der obersten Etage wird ein durchaus komfortabler Bereich für vier Gäste mit Loggia, Wintergarten, Küche und Fernsehraum entstehen - wie auch der Rest des Hauses nach dem neuesten Stand der Technik ausgestattet ist. Das A und O ist allerdings das Personal - 18 qualifizierte Angestellte sorgen dafür, dass sich alle Gäste wohlfühlen. Das Ehepaar Wlochinsky hat Versorgungsverträge mit allen Pflegekassen und ist bei den nötigen Formalitäten behilflich.
Quelle: Landeszeitung vom 09.01.2004, Foto: vaq
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