Haus Am Sandkamp

 

Das Team des “Haus Am Sandkamp” vor der Pension.



 

 

 

 

 

Zeitungsberichte


Neueröffnete Senioren- und Pflegepension “Haus Am Sandkamp”
In Würde alt werden

“Wir wollen unseren Senioren ein neues Zuhause geben - sie haben nicht nur ihr Zimmer hier, sondern das ganze Haus. Sie wohnen nicht bei uns, sondern mit uns.” Gudrun Wlochinsky weiß, wovon sie spricht. Rund 15 Jahre Tätigkeit in der Altenpflege haben sie zu dem neuen Konzept gebracht, dass sie gemeinsam mit ihrem Mann Heinz in Timmaspe verwirklicht: Die Senioren- und Pflegepension “Haus Am Sandkamp”.

Zu wenig Zeit für den Einzelnen, anonyme Verhältnisse, zu wenig Zuwendung für Menschen, die sich nach Zuwendung sehnten: Die allgemein bekannten Zustände hat die 58-Jährige selbst erlebt - und das gefiel ihr nicht. “Wir machen es selbst und anders”, beschloss das Ehepaar, dass vorher bereits hier wohnte. Der An- und Umbau des Hauses zu einer Senioren- und Pflegepension war nicht einfach und dauerte rund eineinhalb Jahre - strenge Auflagen durch Bau- und Heimrecht mußten erfüllt werden, hinzu kamen die persönlichen Vorstellungen von Gudrun Wlochinsky. So kommt es, dass Wintergarten, Kaminzimmer, Esszimmer und die Zimmer der Senioren nicht Heim-, sondern Hotelcharakter haben. Tapeten mit Bordüren, Teppichboden, Möbel aus dunkel glänzendem Holz, dezente Eleganz der Dekoration, kombiniert mit Praktischem wie Falttüren und hoch gelegten Steckdosen, sorgen für ein “gemütliches” Ambiente.

So wurde der äußere Rahmen für das inhaltliche Konzept geschaffen: “Am allerwichtigsten ist uns, dass hier ein Miteinander herrscht. Wir singen und lachen gemeinsam,machen kleine Ausflüge wie z.B. in den Tierpark, wir machen Spaziergänge, es gibt Singabende und regelmäßig kommen Kinder aus dem Kindergarten ins Haus, das freut unsere Senioren sehr.” Der Alltag wird gemeinsam gelebt: “Wir backen Waffeln, manchmal kommt der eine oder andere auch mit zum Einkaufen.” Auch das Tabuthema Tod wird nicht ausgeklammert: Wenn jemand stirbt, zünden wir eine kleine Trauerschale an. Wir hängen es nicht an die große Glocke, aber wir machen auch klar, dass wir denjenigen nicht von einem Tag auf den anderen vergessen.”

Menschen in Würde alt werden lassen, sie nicht ein- oder aussperren und auf ein Zimmer minimieren, sondern sie am Leben im Haus und draussen teilnehmen lassen, ist das wichtigste Ziel für die Wlochinskys, die mit im Haus wohnen: “Wir müssen zwar wirtschaftlich gut da stehen, brauchen aber keine Gewinne, es reicht am Ende eine schwarze Null. Wir geben nichts auf, sondern gewinnen etwas dazu.” So wie zum Beispiel die Freude über das Wiedergenesen einiger alter Menschen, die, als sie ankamen, in einem gebrechlichen Zustand waren. Eine alte Frau, die nur noch viel schlief und nichts mehr aß, wurde aufgepäppelt - mit Zusatznahrung, aber auch liebevoller Zuwendung, Gedächtnisspielen, persönlicher Ansprache. Jetzt sind die Lebensgeister wieder erweckt - sie könne gehen und nehme regen Anteil an allem, erzählt Gudrun Wlochinsky bewegt. Vor dem Haus ist eine große Terrasse, auf der die Pensionsbewohner bei gutem Wetter den ganzen Tag draußen sein können.

Investiert hat das Ehepaar vorschriftsmäßig in Technik nach dem neuesten Recht wie z.B. Alarmsystem, Feuerschutz, Fahrstuhl. Das A und O ist jedoch das Personal - 18 qualifizierte Angestellte und acht examinierte Pflegekräfte, Nachtwachen und eine Hauswirtschafterin, die für die von allen gelobte Hausmannskost sorgt. Zurzeit seien auch noch vollstationäre Plätze frei, so dass Ehepaar, dass mit allen Pflegekassen Versorgungsverträge abgeschlossen hat und bei eventuellen Anträgen in puncto Pflegegeld oder Sozialhilfe behilflich ist. Ein überschaubarer Familienbetrieb: Sohn Tim erledigt kleine Reparaturen und andere Hausmeistertätigkeiten, Ehemann Heinz brachte bei der Planung seine beruflichen Erfahrungen in puncto Bewirtschaftungssystemen von Großgebäuden ein und macht klar: “Wir sind Visionäre, aber auf dem Boden des Machbaren.”

Quelle: Unbekannt

 

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